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Auftragsengel Magazin: Den Wasserrohrbruch ausfindig machen und die Folgen kennen!
2020 | 05 | 07 by Andreas Schmid

Den Wasserrohrbruch ausfindig machen und die Folgen kennen!

Bei einem Wasserrohrbruch handelt es sich um eine ärgerliche Angelegenheit. In der Regel entsteht dieser nicht akut, sondern entwickelt sich über Monate hinweg. Dabei bleibt dieser natürlich unentdeckt und ist zumindest für Laien kaum zu orten. Wie der Wasserrohrbuch entsteht, welche Ursachen diesen auslösen können und was für Folgen dieser mit sich bringt, verraten wir in diesem Ratgeber.
Bleibt der Wasserrohrbuch unentdeckt, kann es mitunter sein, dass eine Sanierung des Rohres erforderlich ist. Die größte Schwierigkeit bei der Beseitigung des Wasserrohrbruchs, ist das ausfindig machen der Leckage, welche mit "Leck" abgekürzt und umgangssprachlich verwendet wird.
Deshalb ist es ratsam, im Falle eines Rohrbruchs zeitnah einen Profi zu kontaktieren, welcher das Leck ausfindig machen kann. Schließlich ist einzig und allein der Fachmann mit den entsprechenden Geräten ausgestattet, um die betroffene Stelle zu orten.

Die Ursachen für den Wasserrohrbruch

Die Ursachen für den Wasserrohrbruch können sehr vielseitig sein. Ein präventiver Schutz ist kaum möglich und das Problem wird in der Regel erst dann wahrgenommen, wenn die entsprechenden Einrichtungen und die betroffenen Geräte nicht mehr funktionieren, weil der Bruch bereits eingetreten ist.
Im Nachfolgenden stellen wir die möglichen Ursachen für einen Wasserrohrbruch vor.

Korrosion / Materialermüdung

Zu den häufigsten Ursachen eines Wasserrohrbruchs zählt die Korrosion. Darunter ist der Verfall des verwendeten Materials zu verstehen, welches durch äußere Einflüsse beschädigt wurde. Handelt es sich um ein Rohr, so äußert sich die Korrosion häufig in Form von rostigen Stellen.
Die Rohre rosten, zum einen durch den permanenten Kontakt mit Wasser und zum anderen durch die Verwendung von bestimmten Chemikalien, welche der Verbraucher über seine sanitären Anlagen entsorgt. An vereinzelten Stellen können auf diese Weise kleine Löcher entstehen, welche im Laufe der Zeit immer größer werden. Da die Löcher zu Beginn sehr klein sind, stellt die Korrosion immer eine überraschende und vor allem tückische Ursache für den Wasserrohrbruch dar.
Dabei handelt es sich um einen schleichenden Prozess, welcher lange unbemerkt bleibt und sich über einen langen Zeitraum entwickelt.

Material- und Herstellungsfehler

Allerdings muss die Ursache nicht immer eine Materialermüdung beziehungsweise eine Korrosion sein. Denn schon bei der Herstellung der betroffenen Teile können Fehler gemacht werden, welche die uneingeschränkte Funktion der Rohre beeinträchtigen.
So kann zum Beispiel eine unsauber angebrachte Verbindung oder eine undichte Lötnaht der Grund dafür sein, dass das Rohr bereits beim Einsetzen zum Scheitern verurteilt ist. Dann kann es passieren, dass während der Nutzung Wasser aus den undichten Stellen austritt. Ist der Druck dabei groß genug, kann das Rohr brechen.

Frost

Besonders im Winter sind zahlreiche Wasserrohrbrüche zu verzeichnen. Das lässt sich auf den einfachen Grund des eintretenden Frostes zurückführen. Viele Leitungen sind schlecht isoliert, weshalb das Wasser bei niedrigen Temperaturen gefriert und das Rohr sich aus diesem Grund ausdehnt. Der Wasserrohrbruch ist somit vorprogrammiert.
Handelt es sich um ein Gebäude, welches gut isolierte Rohre vorzuweisen hat, ist ein Wasserrohrbruch eher unwahrscheinlich.

ACHTUNG: Eine kalte Heizung oder ein geringer Wasserdruck können erste Hinweise auf Frost in den Wasserleitungen sein. Wird dann nicht rechtzeitig gehandelt, kann es früher oder später zu einem Wasserrohrbruch kommen.
In diesem Fall sollte unbedingt der Vermieter kontaktiert werden. Handelt dieser zeitnah, lässt sich der Wasserrohrbruch vermeiden.

Bauarbeiten

Handelt es sich um den privaten Wohnbereich, zählen unvorsichtige Bauarbeiten sicherlich zu den ärgerlichsten Ursachen für einen Wasserrohrbruch. Zum Beispiel wenn es erforderlich ist, ein Loch in die Wand zu bohren, kann es schnell passieren, dass ein dahinter befindliches Rohr beschädigt wird.
Als Mieter weiß man in den seltensten Fällen über die Lage der potenziellen Rohre hinter den Wänden Bescheid. Bauarbeiter können in den meisten Fällen nur auf gut Glück agieren, weshalb ein Wasserrohrbruch schnell passiert ist. Sollte es bei Bauarbeiten tatsächlich zu einer Beschädigung des Rohres kommen, sollte die betroffene Stelle so schnell wie möglich abgedichtet werden.
Im nächsten Schritt sollte die komplette Wasserzufuhr abgestellt werden. Eventuell muss ein Fachmann kontaktiert werden, welcher mit speziellen Methoden behilflich sein kann, das Leck zu reparieren.

UNSER TIPP: In den meisten Fällen können steigende Wasser- und Energiekosten ein erster Hinweis auf einen Wasserrorhbruch sein. Um dies zu überprüfen bietet sich der Check des Wasserzählers an, welcher sich meistens im Badezimmer befindet. Sollte es der Fall sein, dass kein Wasser verbraucht wird, der Verbrauch aber dennoch steigt, ist es ratsam den Vermieter zu kontaktieren.
Handelt es sich tatsächlich um einen Wasserrohrbruch, sollte unbedingt die Versicherung kontaktiert werden. Wer ein gebrochenes Rohr reparieren lassen muss, kann dies in den meisten Fällen über die Hausratversicherung abwickeln.

Methoden zur Ortung des Wasserrohrbruchs

Ist der schlimmste erst einmal eingetreten, heißt es: Unverzüglich handeln! Dann sollte zeitnah ein Fachmann konsultiert werden, welcher mit modernen Geräten ausgestattet, den Wasserrohrbruch schnell ausfindig machen kann. Wer damit zu lange wartetet, riskiert nicht nur Material- sondern im schlimmsten Fall auch Personenschäden. Zum Beispiel, wenn das aus dem Leck laufende Wasser auf ein elektronisches Gerät trifft.
Aus diesem Grund ist die unverzügliche Ortung des Lecks enorm wichtig. Bei der Ortung von Wasserrohrbrüchen haben sich drei Methoden etabliert, welche auch häufig gemeinsam eingesetzt werden:

Die Feuchtigkeitsmessung

Die Feuchtigkeitsmessung kann dafür sorgen, dass der Wasserrohrbruch zeitnah festgestellt wird. Dabei lassen sich sogar die kleinsten Veränderungen messen.
Auch wenn man diese mit dem Auge nicht erkennen und mit der Hand nicht erfühlen kann. Damit eignet sich die Feuchtigkeitsmessung nicht nur für die frühzeitige Erkennung, sondern auch für die rechtzeitige Behebung des noch geringen Schadens.

Die Horchtechnik

Bei der Horchtechnik handelt es sich ebenfalls um eine zuverlässige Methode zur Ortung des Rohrbruchs. Der Fachmann setzt dabei ein Gerät ein, welches mit einem sensiblen Mikrofon ausgestattet ist. Dieses Mikro kann selbst die leisesten Geräusche wahrnehmen. Dazu muss dem Fachmann der Verlauf der Leitungen jedoch bekannt sein, damit dieser weiß wo das Mikrofon eingesetzt werden muss.
Mit dieser Technik lassen sich selbst die kleinsten Löcher orten, weil das Wasser an diesen Stellen anders fließt, beziehungsweise abfließt.

Die Thermographie

Auch mit der Thermografie kann der Fachmann die kleinsten Löcher im Rohr orten. Bei dieser Technik werden die Wände und der Boden mit einer Wärmebildkamera untersucht. Dabei versucht der Fachmann die defekte Stelle am Rohr oder die austretende Wärme zu überprüfen.
Diese Methode bietet sich vor allem bei Heizungen an, welche sich hinter der Wand oder im Boden befinden. Mit der Thermografie lässt sich jeder Rohrbruch auf den Zentimeter genau bestimmen.

Folgen eines Wasserrohrbruchs

In vielen Fällen bleibt der Wasserrohrbruch unbemerkt, da die betroffene Stelle nicht immer sichtbar und zum Beispiel hinter einem Schrank verborgen sein kann. Die feuchte Wand wird gar nicht erst wahrgenommen, wenn diese hinter großen und sperrigen Möbelstücken verdeckt ist.
Doch spätestens, wenn die Decke anfängt zu tropfen, ist der Ärger groß. Somit beschränken sich die Folgen eines Wasserrohrbruchs nicht nur auf Funktionalitäten. Denn auch die Schimmelbildung an verdeckten Stellen kann besonders ärgerlich werden.
Sobald der Wasserfleck entdeckt wurde, sollte unverzüglich der Vermieter sowie ein Profi für Sanitäranlagen kontaktiert werden.

Wer zahlt für die Folgeschäden?

Sobald der Wasserrohrbruch erst einmal zur Kenntnis genommen wurde und die Reparatur ansteht, werfen sich bei den Betroffenen viele Fragen auf. Die Hauptfrage ist natürlich, wie man sich in diesem Fall am besten verhält und wer die Schäden bezahlt.
Hierzu lässt sich grundsätzlich sagen: Wer gut versichert ist, kann sich eine Vielzahl an Problemen ersparen. Deshalb sollte im Schadensfall nicht nur der Vermieter, sondern auch die Versicherung kontaktiert werden.
Die offenen Kosten werden im Regelfall von der Gebäude- und Hausratversicherung übernommen. Die Gebäudeversicherung kommt in den meisten Fällen für die unterschiedlichsten Schäden auf:

  • Schäden an der Wand
  • Schäden am Boden
  • Schäden an angrenzenden Gebäuden

Diese Versicherung trägt jedoch nicht die Kosten für Schäden an den Einrichtungsgegenständen. Sollte beim Wasserrohrbruch also der TV, Der Kleiderschrank oder das Bett beschädigt werden, ist von der Gebäudeversicherung kein Geld zu erwarten. Allerdings besteht die Möglichkeit, mit dem Vermieter über eine potenzielle Mietminderung zu sprechen. Stimmt der Vermieter der Verhandlung zu, greift die Mietminderung in der Regel bis zu dem Tag, an welchem der Zustand der Wohnung wieder hergestellt ist. Und zwar so, wie es vertraglich geregelt wurde. Geht es um die persönlichen Gegenstände, welche vom Wasserrohrbruch Schaden genommen haben, so greift die Hausratversicherung. Im Gegensatz zur Gebäudeversicherung, welche sich ausschließlich auf Schäden am Haus fokussiert, zahlt die Hausratversicherung auch bei Schäden an persönlichen Gegenständen.
Das betrifft zum Beispiel Teppiche und Möbel. Wer keine Hausratversicherung abgeschlossen hat, bleibt wohl oder übel auf den entstandenen Kosten sitzen. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass auch eine Hausratversicherung keine emotionalen oder ideellen Werte ersetzen kann. Deshalb ist es wichtig, stets auf Veränderungen in der Wohnung zu achten, um einen potenziellen Wasserrohrbruch so früh wie möglich zu bekämpfen.

FAZIT: Ein Wasserrohrbruch ist ein unerwünschtes Problem, welches die verschiedensten Ursachen haben kann. Dazu zählen rostige Stellen, Herstellungsfehler, Materialermüdung und Frost. Besteht der Verdacht auf einen Wasserrohrbruch, sollte unverzüglich ein Fachmann kontaktiert werden, welcher das Leck mit den unterschiedlichsten Methoden ausfindig machen kann.
Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, muss unverzüglich der Vermieter kontaktiert werden. Kontakte zum Thema Wasserrohrbruch finden sich zahlreich im Internet.